Verein zur Förderung und Erhaltung
dörflichen
Kulturgutes Vethem e. V.
- Dorfgemeinschaft Vethem -
Pressemitteilung
Am Samstag, den 16. August 2003, wird sich
das kleine Dorf Vethem bei Walsrode wieder zum Mittelpunkt für Freunde alter
Traktoren und Landmaschinen sowie Oldtimer und sonstiger nostalgischer Geräte
entwickeln. Über 200 Besitzer dieser alten und faszinierenden Vehikel werden
zum
8. Oldietreffen für alte Trecker und Landmaschinen
auf dem Vethemer Sportplatz und drumherum
erwartet. Das letzte Treffen in 2001 hatte die Schallmauer von über 300 alten
Fahrzeugen und Gerätschaften durchbrochen. Die fachkundige Vorstellung liegt
wieder in den altbewährten Händen von Michael Bruse aus Osnabrück, der absolute
und anerkannte Kenner der einzelnen Modell- und Bauarten bis zur kleinsten
Schraube.
Offizieller Startschuss ist wieder um 10.00
Uhr mit dem schon traditionellen Anheizen von Schümann’s altem Backofen. Hier
auf dem alten Bauernhof unter alten Eichen hat sich der zweite Anziehungspunkt
neben dem Ausstellungsgelände entwickelt. Den ganzen Tag, begonnen wird bereits
Freitag und Samstag in aller Frühe, werden in dem restaurierten Gemäuer Butterkuchen
und verschiedene Brotsorten gebacken und feilgeboten.
Die Herstellung erfolgt in einer ehemaligen
Tischlerwerkstatt, die zu einer Backstube umfunktioniert wird. Drei ehemalige
Bäckermeister und -gesellen demonstrieren dieses interessante Handwerk. Drumherum
findet ein kleiner Bauernmarkt und Aktivitäten rund um das bäuerliche Leben
statt, so auch das Buttern mit einem Butterfass und die Herstellung von Sahne.
Vorausgehen wird dabei natürlich das Melken in Handarbeit.
Bereits Freitag Nachmittag werden viele Eigner
mit ihren Maschinen anreisen und für Leben und Dieselgeruch rund um Vethem
sorgen.. Abends gibt es dann wieder unter den Eichen auf dem Sportplatz einen
gemütlichen Oldieschoppen mit musikalischer Begleitung.
Hauptveranstaltungstag ist jedoch der Samstag
mit vielfältigen Aktivitäten wie der ganztägigen Aus- und Vorstellung der
alten Landmaschinenveteranen. Ein Highlight wird auch das fachgerechte Erstellen
eines Eichenfachwerks durch Zimmerleute der Umgebung sein, die, gänzlich ohne
Maschineneinsatz, die schwere Handarbeit mit den entsprechenden Werkzeugen
demonstrieren werden - vom Zapflochbohren über Handsägen zum Richten. Interessierte
können im Vorfeld eigene Ideen und Vorschläge für das Bauwerk einbringen,
sodass es auch anschließend erworben werden kann.
Als Kontrast zu Früher und Heute schließt
sich auf der angrenzenden Ackerfläche eine kleine landwirtschaftliche Gewerbeschau
sowie ein Teilemarkt rund um die Materie Oldtimer an. Mittags gibt es wieder
Erbseneintopf aus der Gulaschkanone und Kartoffelpuffer mit Apfelmus sowie
weitere Gaumenfreuden.
Großen Raum nehmen auch die Ausübung verschiedener
alter Handwerks-Techniken wie das Schmieden und der Hufbeschlag, Korbflechten,
Seilerei, aber auch das Brot- und Butterkuchenbacken sowie das Buttern ein.
Ab ca. 14.00 Uhr beginnt dann das Dreschen und Schroten, die Getreideernte
mit verschiedenen Mähmaschinen sowie das Pflügen und die Feldbearbeitung durch
die Teilnehmer.
Ein weiteres Highlight dürften die Schwalinger
Mollnhaur und Sleefkeerl’s sein, die als Verein das „bäuerliche Handwerk“
in Erinnerung halten. In historischer Arbeitskleidung und Tracht wird das
Bearbeiten und Herstellen der Sleefs (hölzerne Löffel) und Molln (hölzerne
Schalen) mit uraltem Handwerksgerät dargestellt.
Mit dem Flachsbrechen und dem Spinnen von
Schafwolle mit anschließendem Stricken von Strümpfen und anderen warmen Textilien
aus Schafwolle wird die damalige Heimarbeit vorgestellt Weiter spielt im Hintergrund
die Akkordeon-Gruppe zur heimischen Heidjer-Volksmusik auf.
Bei so vielen Eindrücken in das frühere ländliche
und dörfliche Leben dürfen die Gaumenfreuden natürlich nicht zu kurz kommen.
Eine reichhaltige Kaffee- und Kuchentafel bei zünftiger Blasmusik mit der
Stöckener Blaskapelle erwartet die Besucher.
Für Kinder gibt es einen großen Spielplatz
mit Hüpfburg. Kutschfahrten für jedermann durch das ganze Dorf und rund um
das Ausstellungsgelände sorgen für Ruhephasen und interessante Ein- und Ausblicke.
Auch stellt der Besuch des sogenannten Fahrerlagers, heißt die Wohnwagenburg
der vielen Treckerfahrer, die die Nacht in stilechten Wohn- und Bauwagen verbringen
und eine interessante Verbundenheit und vielleicht auch Spleenigkeit mit ihren
Vehikel leben.
Ab 19.00 Uhr folgt dann zum Abschluss die
Oldie-Night mit DJ Sven. Alles Open Air unter alten Eichen mit Bier- und Weinständen
und lockerer Atmosphäre.
Oldiefreunde, die sich gerne mit ihren Veteranen
zu diesem Treffen anmelden möchten, bzw. Besucher, die an weiteren Informationen
interessiert sind, können sich an Rolf Nitschmann, Tel. 05166/5000 oder Olaf
Himstedt, Tel. 05166/1400 wenden.
Vethem im April 2003
Olaf Himstedt
Zuletzt geändert am: 02.09.2003
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